Durch eine ärztliche Untersuchung, die auf folgenden Befunden aufbaut:
Eine Früherkennung, also eine rechtzeitige Diagnose vor dem ersten Knochenbruch ist möglich durch eine ärztliche Untersuchung mit Hilfe der oben genannten Verfahren. Unerlässlich ist eine Knochendichtemessung (vgl. die ausführliche Erklärung der Knochendichtemessung im anderen Abschnitt).
Eine „Kleinerwerden“ um 4 cm oder mehr kann darauf hinweisen, dass sich der Rumpf durch Wirbelkörperbrüche verkürzt hat. Kleinerwerden und der sogenannte „Witwenbuckel“ sind sehr späte Zeichen, auf die man wirklich nicht warten sollte. Deshalb: Regelmäßige genaue Messungen der Körpergröße!
Die wissenschaftlichen Leitlinien machen differenzierte Vorschläge, ab wann eine Basisdiagnostik durchgeführt werden sollte. In vielen Fällen sind die Lebenssituationen aber individuell so unterschiedlich, dass diese Empfehlungen an dieser Stelle nicht übernommen werden. Es ist letzten Endes immer eine Einzelfallentscheidung, die im Gespräch mit dem Arzt gefällt werden sollte, ob und wann eine Untersuchung auf Osteoporose durchgeführt werden soll.
Zweifellos ist bei Vorliegen eines Hauptrisikofaktor die Wahrscheinlichkeit, an einer Osteoporose zu erkranken, deutlich erhöht. Da die Gesetzlichen Krankenkassen eine Knochendichteuntersuchung zur Zeit erst dann bezahlen, wenn es bereits zu einem osteoporotischen Knochenbruch gekommen ist, liegt die Entscheidung sowieso bei den Betroffenen selbst.
Wir empfehlen jedem, bei dem ein Hauptrisikofaktor vorliegt, eine osteologische Abklärung in Form von Arztgespräch, körperlicher Untersuchung, und Knochendichtemessung, bei Bedarf dann auch Blutuntersuchungen (Osteoporose-Basislabor).
Um Wirbelkörperfrakturen auf keinen Fall zu übersehen, empfehlen wir dringend bei chronischen oder länger anhaltenden Rückenschmerzen (mehr als 1 Woche) eine Abklärung durch eine normale Röntgenuntersuchung mit der besonderen Fragestellung auf Wirbelkörperfrakturen (BWS und LWS in 2 Ebenen).